Deutsche Gesellschaft für Care und CaseManagement
 
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Evaluation der Fallführung

Im Rahmen des vierten Forschungsprogramms zur Invalidenversicherung hat die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), in Zusammenarbeit mit SUPSI und HES-SO Valais, im März 2026 die Evaluation der Fallführung publiziert. Sie untersucht, wie die kantonalen IV-Stellen die mit der Weiterentwicklung der IV gestärkte Fallführung in der Praxis umsetzen.

Stellungnahme zur geplanten Änderung der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) und anderer Gesetze

In ihrer Stellungnahme empfiehlt die DGCC, das Fallmanagement im Rahmen der anstehenden Gesetzesnovellierungen nicht nur für junge Menschen im SGB III und für Versicherte mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und besonderem Unterstützungsbedarf im SGB VI, sondern auch für erwerbsfähige Leistungsberechtigte im SGB II rechtlich zu verankern. Auf diese Weise könnte erstmals ein rechtskreisübergreifendes Fallmanagement für die berufliche Eingliederung von Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf etabliert werden.

Politische Anerkennung für Case Management

In den vergangenen Tagen haben sich relevante Entwicklungen im politischen Umfeld des Case Managements ergeben, die die Position der DGCC als Fachverband festigen.
Ein wesentlicher Meilenstein ist die Verabschiedung von § 13a SGB VI („Fallmanagement“) nach der dritten Lesung im Bundestag am 06.11.2025. Die Bundesregierung formuliert dazu klare Erwartungen: Alle Träger stehen nun in der Verantwortung, Fallmanagement im Sinne von Care und Case Management umzusetzen.

Online-Befragung zum beschäftigungsorientierten Fallmanagement

Die DGCC-Fachgruppe Arbeitsmarktintegration startet ihre dritte Online-Befragung von Fallmanager*innen in der Beschäftigungsförderung. Schwerpunkte bilden die Rolle des Fallmanagements im SGB II und die Beurteilung von Reformelementen des Bürgergeldes. Die Befragung ist bis zum 16.3.2025 unter folgendem Link abrufbar: https://forms.office.com/e/ks3z6Zj4rJ

Stellungnahme der DGCC zum Referentenentwurf Pflegekompetenzgesetz

Die DGCC unterstützt vor allem die mit dem Pflegekompetenzgesetz (PKG) verbundene Zielsetzung, die vielfältigen Kompetenzen der Pflegefachpersonen stärker als bislang regional zu nutzen und die heilkundlichen Leistungen nach vorhandener Qualifikation selbstständig in die Versorgung einzubringen. Auf Basis der umfassend geklärten Aufgaben der Pflegefachpersonen sollen weitere Entwicklungsschritte zur leistungsrechtlichen Verankerung führen. Doch entgegen des im Dezember 2023 veröffentlichten Eckpunktepapiers fokussiert der Referentenentwurf PKG wohl eher auf die strukturelle Weiterentwicklung der Pflegeversicherung und die Stärkung kommunaler Netzwerke. Aus Sicht der DGCC kann die Abbildung einer gestärkten Eigenständigkeit im Sozialgesetzbuch Elftes Buch (SGB XI) nur ein erster Schritt sein.