CM für Menschen mit Behinderung

Koordination: Gerlinde Falta

eMail: Gerlinde Falta

Die Herausforderungen, die sich aus der UN-BRK und seit der Unterzeichnung der  Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2009 ergeben, finden aus unserer Sicht  ausreichend Raum für die Umsetzung von Case Management in der Behindertenhilfe. Der  Kerngedanke der UN BRK, dass der Mensch mit Behinderung, auch mit Schwerst-Behinderung,  selbstbestimmt sein Leben gestalten soll, kann  verwirklicht werden, wenn Assistenzkräfte die notwendige Unterstützung für das selbstbestimmte Handeln geben. Dazu sind Beratungs-, Koordinierungs- und Steuerungsaufgaben, wie sie ein fachlich  kompetentes Case Management anbietet, besonders geeignet.

In dem Work-Shop in Schwerin, wurde deutlich, dass das Persönliche Budget noch nicht  ausreichend genutzt wird. Zur Umsetzung der UN-BRK bieten sich das Persönliche  Budget und das Case Management  an. Man erlebt manchmal, dass Case Management  gerne genannt wird, und manch einer sich mit der Bezeichnung „Case Management“ schmückt, „weil es halt modern ist“, aber über die fachlichen Inhalte ist oft nur wenig  bekannt.

Hier wollen wir ansetzen und aktiv dazu beizutragen, dass der Inklusionsgedanke innerhalb der Behindertenhilfe und in der Gesellschaft vorangeht, mit folgenden Zielen

  • Entwicklung und Verankerung eines einheitlichen Verständnisses von Case Management bei Behinderteneinrichtungen und Kostenträgern
  • Entwicklung adäquater Finanzierungsformen für das Case Management in Behinderteneinrichtungen
  • Einfluss nehmen auf die Reform der Eingliederungshilfe, indem wir unseren Beitrag leisten zur Begriffsklärung über Case Management und Personenzentrierung.
  • Aufzeigen von Transparenz über die Fachlichkeit von CM und wie das Handlungskonzept der DGCC eine Grundlage für Inklusion sein kann.
  • Verdeutlichen, wie in CM Personenzentrierung verankert ist.
  • Aufbau eines Netzwerks von qualifizierten Case Managern in der Behindertenlandschaft

Dazu wollen wir Positionspapiere, Stellungnahmen und Strategiepapiere erarbeiten und regelmäßig über unsere Arbeit in der Fachzeitschrift Case Management berichten.

Aktuelle Infos

Auf der letzten Sitzung der Fachgruppe am 22.06.2018 in Düsseldorf wurden folgende Ziele beschlossen:

  • Die Fachgruppe ändert ihren Namen in „Case Management für Menschen mit Behinderung“
  • Die Fachgruppe erarbeitet einen „Forderungskatalog“ für Case Management in der Beratung darin sollen die Essentials der DGCC enthalten sein.
  • Wir sind der Meinung, dass die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) die deutschlandweit eingeführt wird, ein guter Ansatz ist um im Sinne der UN-Konvention für die Rechte der Menschen mit Behinderung (BRK)  eine Beratung von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung (Peer Counseling) anzubieten. Wir sehen in der Qualifizierung durch Case Management eine methodisch sinnvolle Ergänzung der Beratungstätigkeit.
  • Das Projekt der EUTB ist zeitlich begrenzt, wir wollen dazu beitragen, dass das Projekt über die vorgesehene Befristung hinausgehen wird.
  • Ein weiteres Ziel ist, das Case Management als Standardleistung für alle Menschen die Bedarfe an Leistungen des BTHG haben ermöglicht werden und angeboten werden soll.

Um Ziele zu erreichen sind Menschen notwendig, die sich dafür einsetzen. Wir würden uns sehr freuen, wenn sich weitere interessierte Personen melden und bei uns mitarbeiten wollen.

Die Gruppe kommuniziert überwiegend über Mails. Treffen sind reduziert auf einmal/ Jahr, wenn nötig auch zweimal/ Jahr.

Termin des nächsten Treffens: im Rahmen der DGCC-Fachtagung 2019 in Koblenz  

 

Positionspapier „Case Management für Menschen mit Behinderung im Kontext der Eingliederungshilfe“
In diesem Papier wird deutlich, dass sich die Arbeit von der Fürsorge hin zur Teilhabe verändert bzw. verändern muss.

 

Zum internen Diskussionsbereich (nur für Angehörige der FG)